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12-07-10

VWS Schwarzenbek: Kein Gräben aufreißen – nach vorne schauen

 


Im März 2009 hatte Andrea Reinhold WVS zusammen mit Hausfrauenbund und Bürgerverein zum Thema Innenstadtentwicklung in den Festsaal eingeladen und so gemeinsam den Abriss der beiden Innenstadtgebäude verhindern und Investor Kiefaber für Schwarzenbek interessieren. Foto: Susanne Nowacki

Schwarzenbek (no) – »Der Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung zur Innenstadtentwicklung ist ein Riesenrückschritt«, zeigt sich Andrea Reinhold, Vorsitzende der Wirtschaftlichen Vereinigung Schwarzenbek »total überrascht« von der Ablehnung des Vertrags mit Investor Frank Kiefaber zur Alten Post und Kaiserhof in der Stadtmitte. »Ich kann mir im Moment so kurz nach dem Beschluss gar nicht vorstellen, wie die Politiker sich jetzt die Zukunft denken.«

In den Gesprächen vor der Juli-Stadtverordnetenversammlung »waren alle sehr zuversichtlich, dass der Vertrag nach den letzten Änderung in den Ausschüssen durchgehen würde.« Die Ablehnung des Vertrags sei jetzt ein Schlag in das Gesicht aller, die für die Sache gekämpft haben.

»Wie sollen sich jetzt Unternehmer wie Herr Linde von CML oder alle Einzelhändler an der Lauenburger Straße fühlen?« Es sei nun wichtig, nach vorne zu blicken und mit Investor Kiefaber im Gespräch zu bleiben. »Bisher hat er viel Geduld mit Schwarzenbek bewiesen. Wie lange er das Hin und Her noch mitmachen wird?«, fragt sich wohl nicht nur die Vorsitzende der WVS, die sich seit über einem Jahr gemeinsam mit dem Bürgerverein Schwarzenbek und dem Deutschen Hausfrauenbund für eine attraktive Innenstadt engagiert.

Besonders unterstützt fühlte sich Andrea Reinhold immer von der SPD-Fraktion und auch Hans-Joachim Delfs habe sich in den vergangenen Wochen für den Vertrag eingesetzt. »Dass Herr Schröder von der FWS ablehnend den Planung zu mehr Einzelhandelsflächen und einem Umzug des Jugendtreffs gegenüber steht, ist schon seit langem bekannt«, betont Andrea Reinhold. »Das ist auch in Ordnung und muss respektiert werden.«

Warum die CDU sich nun doch nicht für den Vertrag ausgesprochen hat in der entscheidenden Sitzung der Stadtverordneten, kann Andrea Reinhold nicht nachvollziehen: »Aber wir werden jetzt keine Särge durch die Innenstadt tragen, uns aber sicherlich lautstark zu Wort melden, um doch noch die positive Wende zu schaffen.«

So kurz nach dem Beschluss weiß die WVS noch nicht, was sie in den kommenden Wochen starten wird, hofft aber, »dass in Verwaltung und Politik jetzt nicht alles über die Sommerferien liegen bleibt.«

»Ich sitze jetzt jedenfalls am PC und schreibe erstmal ein paar E-Mails«, zeigt sich Andrea Reinhold entschlossen, den ablehnenden Beschluss zur weiteren Entwicklung der Innenstadt nicht auf sich beruhen zu lassen – im Interesse der örtlichen Wirtschaft und der Schwarzenbeker Einwohner aller Altersgruppen.



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