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14-11-08

Mit Pinsel und Farbe ein Signal setzen

 


Einige der aktiven Eltern freuen sich mit den Erstklässlern über den neuen, schönen Klassenraum.

Anfang September wurden ihre Kinder in der Aumühler Fürstin-Ann-Mari-von-Bismarck-Schule eingeschult, jetzt haben die Eltern der Klasse 1 a in den Herbstferien Hand angelegt und dafür gesorgt, dass die Erstklässler in einer hellen, freundlichen und sauberen Umgebung lernen können.
In Eigeninitiative haben sie in der Klasse Geld für die Renovierungs-Aktion gesammelt. 640 Euro sind zusammengekommen. Davon wurden Farbe, Stoff und Teppich gekauft. Dabei haben die Eltern sich auf die Farben weiß, rot und grau geeinigt. Jetzt strahlt der Raum in frischem Weiß, die Pinnwände wurden neu bespannt und neue Gardinen aufgehängt. Außerdem haben die Eltern Möbel und Fußboden gründlich gereinigt.

»Schule muss für die Kinder eine Vorbildfunktion haben«, erklärte Conny Kremer, eine der engagierten Mütter. Damit sei nicht nur die Lehre gemeint, sondern auch eine saubere und ordentliche Umgebung. Trotz der großen Putzaktion im Juni, bei der Schüler, Lehrer und Eltern unter dem Motto »Die Schule putzt sich raus« gemeinsam geputzt und aufgeräumt haben, sind sie nicht einverstanden mit dem Zustand des Klassenzimmers.

Vor allem über die Sauberkeit in der Schule gibt es immer wieder Kritik. Eine seitens der Schulleitung für die Sommerferien angekündigte Grundreinigung der Fußböden in den Klassenräumen hat nicht stattgefunden, wie Schulleiterin Jennifer Lange zugeben musste. Auf die Frage nach dem Warum gab es für die Eltern keine befriedigende Antwort. Die Reinigungsfirma kommt offensichtlich ihrem Auftrag nicht nach und anscheinend gibt es seitens der Gemeinde, die ja bekanntlich Schulträger ist, keine Kontrolle über die auszuführenden Arbeiten.
Bürgermeister Dieter Giese, der von den Eltern in den neu gestalteten Klassenraum eingeladen wurde, dankte ihnen für ihr Engagement.

»Damit haben sie eine Last übernommen, die eigentlich die Gemeinde tragen müsste«, so Giese. Für das kommende Jahr stellte er neue Möbel in Aussicht, damit die Kinder in Zukunft an einheitlich großen und altersgerechten Tischen sitzen.

Seitens der Eltern wurde signalisiert, dass sie gerne bereit sind, sich für die Schule und die Kinder zu engagieren. Allerdings erwarten sie jetzt von der Gemeinde ein deutliches Signal. Giese betonte, dass die Gemeinde als Schulträger daran interessiert sei, dass die Schule einen guten Ruf habe. Und dazu gehöre auch das äußere Erscheinungsbild.

»Ich will mich einsetzen für die Schule«, so Aumühles Bürgermeister. Der Vorschlag der Eltern, im kommenden Jahr einen gemeinsamen Ausschuss aus Gemeindevertretern, Schulleitung, Lehrern und Eltern zu bilden, um gemeinsam Ideen für die Schule zu entwickeln und umzusetzen, begrüßte Giese.



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