14-11-08
Gemeinde prüft Verkauf der alten Schule
Der letzte Mieter aus der alten Schule ist ausgezogen, sodass die Gemeinde Aumühle nun prüft, wie das rund 220 Jahre alte Gebäude künftig genutzt werden kann. »Die Prüfung der Bausubstanz hat ergeben, dass eine Renovierung des Hauses für die Gemeinde wirtschaftlich nicht zu vertreten ist«, berichtet Bürgermeister Dieter Giese. In den Gremien der Gemeinde wird nun beraten, ob das alte Gebäude und das Grundstück verkauft werden kann.
Wie der Bürgermeister in Ratzeburg festgestellt hat, steht das Haus nicht unter Denkmalschutz. Es kann daher problemlos abgebrochen und durch ein neues Gebäude ersetzt werden. Bei dessen Gestaltung will das Denkmalschutzamt mitreden, um negative Einflüsse auf das 100 Meter entfernte denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude zu verhindern.
1786 wurde erstmals in Aumühle ein »Schulkaten mit einem Klassenraum« errichtet. Sechzig Jahre später wurde das Gebäude um 70 Meter verschoben, um Platz zu schaffen für die Eisenbahnlinie Hamburg-Berlin. Das Schulgebäude ist im Laufe der Jahre immer wieder umgebaut und erweitert worden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg brach der Schulbetrieb völlig zusammen. Auch der Ausbau einer vierten Klasse und einer Baracke mit drei Klassenräumen konnten nicht verhindern, dass die Kinder in zwei Schichten unterrichtet werden mussten. Die Zahl der Schulkinder war auf 490 angewachsen.
Am 10. Dezember 1952 konnte die neue Schule in der Ernst-Anton-Straße eingeweiht werden. Die Klassenräume in der alten Schule wurden zu Wohnungen umgebaut.