abstandshalter abstandshalter Kurt Viebranz Verlag - gut aufgelegt seit 1961
abstandshalter
Kopfgrafik eins abstandshalter Kopfgrafik zwei abstandshalter Kopfgrafik drei
abstandshalter
abstandshalter
10-04-10

Großes soziales Engagement

 


Maria Sousa, Geschäftsführerin von Dan Tobacco, mit Dr. Heiko Behrens beim Lauenburger Treffen des VSW, im Hintergrund Franz Hitzler von der Hitzler-Werft in Lauenburg.Foto: Gabriele Kasdorff

Lauenburg (gak) – Die Raiffeisenbank Lauenburg war Gastgeber des Lauenburger Treffens des Verbandes der südholsteinischen Wirtschaft unter der Leitung des Hauptgeschäftsführers Rechtsanwalt Axel Stehr. Ein erlesener Kreis ansässiger Unternehmer fand sich zu einem Gedankenaustausch über die wirtschaftliche Lage Lauenburgs zusammen, unter ihnen der in Lauenburg geborene Bundestagsabgeordnete und Aufsichtsratsvorsitzende der Raiffeisenbank, Norbert Brackmann (CDU).

 
Vorstandsmitglied Thomas Göthling (39) nannte die Raiffeisenbank eine »eher kleine Bank« mit Geschäftsstellen in Lauenburg, Boizenburg, Büchen und Schwarzenbek. »Wir rechnen mit steigenden Insolvenzzahlen in 2010«, berichtete er und sprach von 154 Millionen Euro generiertem bilanziellem Kreditneugeschäft in 2009. Die Genossenschaftsbank mit ihren 64 Mitarbeitern, darunter neun Auszubildende, bildet sowohl Realschüler als auch Abiturienten als Bankkaufleute aus, die in den letzten drei Jahren fast alle übernommen wurden. Dr. Heiko Behrens sprach das Problem minderqualifizierter Auszubildender in Lauenburg an: »Ihnen gilt meine ganze Liebe, da diese immer vernachlässigt werden. Sie sind praktisch begabt, haben aber oftmals sprachliche Probleme in der Schule.«

 
Bürgermeister Harald Heuer benannte das Haushaltsdefizit der Stadt mit über drei Millionen Euro bei Erträgen von 13 Millionen und Aufwendungen von 16,2 Millionen Euro. Sowohl bei den Einwohnerzahlen als auch den Erwerbstätigen sind leichte Rückläufe zu verzeichnen. Die Kaufkraft der Lauenburger (13.450 Euro pro Jahr) liegt erheblich unter der des Kreises mit 16.980 Euro pro Jahr. »Noch in diesem Monat werden wir mit Geesthacht wegen des Containerhafens Gespräche führen«, sagte der Bürgermeister und betonte den Standortvorteil Lauenburgs durch den Bahnanschluss. Erweiterungen in verschiedenen Unternehmen geben der Stadt einen positiven Impuls.

 
Der erste Spatenstich für das neue Familienzentrum wird am 19. April getan, Innenminister Klaus Schlie wird erwartet. »Es sind auch einige Handwerksunternehmen aus Lauenburg an der Bauausführung beteiligt«, sagte er, bedauerte jedoch zugleich, dass einige Handwerker wegen Formfehler bei der Rückgabe der Ausschreibungsunterlagen bei der Vergabe der Arbeiten nicht berücksichtigt werden konnten. »Hier wären Schulungen durch die Kreishandwerkermeister wünschenswert«, erläuterte er.


»Die erste Euphorie ist verflogen«, berichtete Harald Heuer mit Blick auf eine Kooperation mit Geesthacht. Jedoch wird es noch im April Gespräche mit den zuständigen Stellen in Flensburg geben. Zwischen Flensburg und Glücksburg hat eine für beide Seiten erfolgreiche Kooperation stattgefunden, die möglicherweise Vorbild für Geesthacht und Lauenburg sein könnte.
Positiv bewertete er auch die Zusammenarbeit zwischen dem Förderverein des Künstlerhauses und dem Leerstandsmanagement von Heike Maurer und Petra Lepsien, die Lesungen und Ausstellungen in leer stehenden Läden unterbringen möchten.

 
»Ich bin stolz darauf, dass wir die Kulturhauptstadt des Kreises sind«, lächelte er allen finanziellen Problemen zum Trotz.

 
»In der Not wird in Lauenburg zusammengestanden«, wusste er auch vom Weihnachtshilfswerk sowie dem kostenlosen Frühstück in der Weingartenschule zu berichten, Letzteres ist jedoch durch Einsparungen des Kreises gefährdet. Dr. Heiko Behrens von der Wirtschaftlichen Vereinigung Lauenburg (WVL) sagte im Hinblick auf die Vollversammlung zu: »Wir gehen aktiv gegen Kinderarmut vor. Die WVL wird die Unterstützung des kostenlosen Frühstücks finanzieren.«
Trotz der hohen Arbeitslosigkeit und der nicht mehr vorhandenen Einsparmöglichkeiten im Haushalt bleibt Lauenburg, aufgrund des sozialen Engagements vieler und nicht zuletzt wegen der kulturellen Vielfalt, eine Stadt mit sich stabilisierendem Wir-Gefühl.



abstandshalter

RSS FEED

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit dem Viebranz RSS Feed.

abstandshalter