30-08-10
Liane Maier endlich am Ziel
Schwarzenbek (no) – »Ich liebe diese Schule«, erklärt Liane Maier ihren Einsatz für die Grund- und Regionalschule im Schwarzenbeker Stadtteil Nordost. Das spürt jeder, der mit der engagierten Grund- und Hauptschullehrerin über »ihre« Schule und »ihre« Schüler spricht.
Darum haben Eltern, Kollegen und die Vertreter des Schulverbandes Nordost Liane Maiers Bewerbung um den Posten des Schulleiters unterstützt. Und zum 1. August ist der Wunsch nun auch Wirklichkeit geworden. Das Kieler Schulministerium hat Liane Maier zur Schulleiterin ernannt. Am 1. September wird sie offiziell durch Schulrätin Dagmar Lorenzen in das Amt eingeführt.
Begonnen hat die gebürtige Wismarerin ihre Lehrerinkarriere mit dem Studium in Rostock, bei dem sie auch ihren Mann Peter, heute Lehrer am Gymnasium Schwarzenbek, kennen und lieben lernte. Sohn Eric, heute 15 Jahre alt, bereicherte die Studienzeit des Lehrerpaares, das seit 2006 beruflich in Schwarzenbek zuhause ist. Liane Maier übernahm gleich an der Grund- und Hauptschule eine erste Klasse, unterrichtete in Biologie und Sport und stand als Personalrätin ihren Kollegen beratend zur Seite.
Kurz nach dem Ausscheiden von Schulleiter Michael Rebling Mitte 2008 aus dem Schwarzenbeker Schuldienst übernahm Liane Maier die kommissarische Leitung der Grund- und Hauptschule Nordost. Sie gestaltete gemeinsam mit dem motivierten Lehrerteam den Übergang zur Regionalschule, die in diesem Schuljahr mit 41 Fünftklässlern in den zweiten Jahrgang startet. Insgesamt besuchen 715 Schüler die heutige Grund- und Regionalschule, die mehrfach als Referenzschule für den offenen Ganztagesbereich oder kürzlich erst als Zukunftsschule des Nordens ausgezeichnet wurde und besonderen Wert auf die Berufsorientierung der Schüler legt.
Kraft für die anstrengende Übergangszeit von der kommissarischen bis zur tatsächlichen Schulleitung und der Einführung der Regionalschule sammelt Liane Maier in Haus und Hof bei Zarrentin. Zwischen Hühnern, Enten, Gänsen, Hund und Katze (»Wir sind schließlich Biologielehrer und mein Mann ein Tiernarr«) und der Gartenarbeit findet Schulleiterin Maier Entspannung, um dann gestärkt in den abwechslungsreichen Schulalltag einsteigen zu können. 43 Lehrerkollegen, vier Lehramts-Referendare und drei Referendare der Hachede-Schule Geesthacht sowie Kollegen vom Centa-Wulf-Förderzentrum warten auf ihren Rat, so dass Liane Maier nur noch in sechs Sport- oder Förderstunden ihrem eigentlichen Beruf nachgehen kann.
In den kommenden Monaten will sie in Arbeitsgruppen die Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten ebenso stärken wie mit dem örtlichen Gymnasium, um die Übergänge zwischen den verschiedenen Bildungsstufen für die Kinder zu erleichtern. Und wenn alles gut geht, bleibt Liane Maier bis zur Pensionierung Leiterin der Grund- und Regionalschule Nordost, denn »ich liebe diese Schule, das war von Anfang an so und bleibt auch so«.