02-02-10
Noch immer viele Wünsche offen beim Kinder- und Jugendempfang im »Alten Bahnhof«
Geesthacht (gak) – Bereits zum zweiten Mal fand der Kinder- und Jugendempfang im Jugendzentrum (JuZ) »Alter Bahnhof« statt. Die zahlreichen erwachsenen Gäste signalisierten deutlich, dass die Wünsche und Forderungen der Kinder ernst genommen werden und Gehör finden. Vertreter aller politischen Parteien waren anwesend und vertieften sich teilweise in ernste Gespräche mit den Kindern. »Ich bin Geesthacht«, war das diesjährige Motto, das sich wie ein roter Faden durch den Ablauf zog.
Bürgermeister Volker Manow wurde von Jens-N. Fischer begrüßt und sprach einige Worte. Sein Credo an die Kinder: »Wir wollen euch an den Entscheidungen in der Stadt beteiligen.« Bezugnehmend auf die Finanzlage der Stadt betonte er, dass die Gelder sinnvoll und gezielt eingesetzt werden sollen, beispielsweise in Spielplätze. Die Wünsche der Kinder aus dem ersten Kinder- und Jugendempfang waren auf zwei Tafeln abzulesen. Dabei wurde unterteilt in bereits realisierte und solche, die in Arbeit seien oder Forderungen, die von den Mitarbeitern des JuZ wegen mangelnder Zuständigkeit nicht umzusetzen seien.
Regina Litty betonte: »Es ist uns wichtig, den Kindern und Jugendlichen zu zeigen, dass sie gesehen und gehört werden.« »Ihr seid wichtig«, ist die Botschaft, die die Mitarbeiter vom JuZ praktizieren. So wurden beispielsweise bei der Renovierung der Räume hellere Farben verwandt und Sessel ohne Lehnen, auf Wunsch der Gäste des »Alten Bahnhofs«.
An vier großen Tafeln luden Fragen die Kinder ein, ihre Antworten niederzuschreiben. Nach anfänglicher Zurückhaltung wurde dies unter der Betreuung der Mitarbeiter fleißig und voller Eifer auch getan. Es wurde gefragt, warum die Kinder und Jugendlichen gern ins JuZ kommen, welche Angebote sie vermissen, was ihnen zu den Spielplätzen einfällt, wie sie sich Mitbestimmung vorstellen und ob beziehungsweise warum sie in Vereinen Mitglied sind. Die Tafel mit den Fragen nach den politischen Jugendorganisationen der fünf großen Parteien (CDU, FDP, SPD, Grüne und Linke) blieb relativ unberührt. Eine Zwölfjährige sagte: »Wenn ich wüsste, was die Parteien bedeuten, würde ich auch etwas dazu sagen.«
Während des Empfangs gab es aber auch viel Unterhaltung, so trat erstmals die »HipHop«-Formation G-Breaker aus Lauenburg mit zwei Mädchen auf und der Zauberer Blanko faszinierte mit seinen grandiosen Tricks Groß und Klein. Auf einem Tisch zeigten Becherstapler mit unglaublicher Geschwindigkeit ihr Geschick. Die etwa achtzig Gäste hatten viel Spaß und tauschten sich effizient aus. Wer künftig über die Veranstaltungsangebote für Kinder und Jugendliche in Geesthacht informiert werden möchte, der kann seine Mobiltelefonnummer oder E-Mailadresse hinterlassen und wird dann per SMS oder E-Mail von der Jugendpflege stets auf dem Laufenden gehalten. »Es hat sich etwas bewegt«, sagte Regina Litty und genau das war auch der Eindruck aller Anwesenden.