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19-05-09

Boule erobert Büchen

 


Das Boule-Spielfeld. Foto: Verena Dylla

Büchen (vd)- Zwölf Mannschaften hatten sich zum ersten Boule-Tournier, dem EDE-Cup, eingefunden. Der Büchen-Siebeneichener Sportverein veranstaltete unter der Sponsorenschaft des Edeka-Marktes Parau den Wettkampf auf dem Bürgerplatz von Büchen.

»Boule« ist Französisch und bedeutet »Kugel«. In Italien ist die Sportart ähnlich beliebt wie in Frankreich und heißt dort »Boccia«. Vom norddeutschen Bosseln unterscheidet sich das Boule-Spiel in einigen Aspekten. Die Strecke ist beschränkt und kurz und nicht fortlaufend wie beim Bosseln, sondern jeder Teilnehmer beginnt wieder am Ausgangspunkt. Hier in Büchen beträgt die übrigens immer zur Verfügung stehende Boule-Strecke etwa 17 Meter. Im Unterschied zum Bosseln und dem Billard ähnlich, zielt der Spieler mit seinem Wurf darauf ab, einem kleinen Zielball, der als Vorlage dient, möglichst nahe zu kommen. Der kleine Zielball wird als Schweinchen bezeichnet, eine wörtliche Übersetzung aus dem Französischen (cochonette).

In Büchen bestanden die Teams aus jeweils drei Spielern, die über je zwei Kugeln verfügten. Zwei Teams spielten in einer Bahn gegeneinander. Das Team, welches das »Schweinchen« im Wurf vorlegte, wurde ausgelost.
Teilnehmer des Wettkampfes waren Teams aus Büchen und Umgebung. Bröthen stellte zwei Teams, der Eisenbahnersportverein und die Gemeinde Schulendorf ebenso wie der Gastgeber selbst. Das DRK Büchen war mit dabei und der Sparclub Porta. Jung und Alt waren vertreten, Männer und Frauen.

Was schätzen Sie am Boule? Mitorganisator Hubertus Doering bringt es auf den Punkt: »Es ist ein Gemeinschaftssport, es wird viel gelacht, untereinander und mit den Zuschauern, die mit Kommentaren nicht geizen. Man steht nicht unter Leistungsdruck.« Den Eindruck fehlenden Ehrgeizes hatten die Zuschauer aber nicht unbedingt, als sie sahen, wie die Teilnehmer mit dem Zollstock die Nähe der konkurrierenden Kugeln zum Schweinchen Millimeter genau abmaßen. Zwar ging es nicht um die Wurst, aber immerhin um vier Pokale, die von der Edeka Parau gestiftet wurden. Die Spieler legten sich ins Zeug, gingen in die Hocke, warfen oder rollten die Kugel auf das Schweinchen zu, je nachdem ob sie eine gegnerische Kugel durch den Wurf aus dem Feld sprengen wollten oder ob Sensibilität durch sanftes Rollen angebracht war, das die Kugel nicht bis an die Bande oder an die Grenze des Spielfeldes trieb, sondern sich dem Schweinchen möglichst dicht zugesellen ließ.

Für das leibliche Wohl sorgte die Bürgerstube direkt vor Ort. Die Teams lagen so dicht beieinander, dass sich die Wettkämpfe, zum sichtlichen Vergnügen von Teilnehmern und Zuschauern, hinzogen. In der Endrunde gewann das Team 1 des Büchen-Siebeneichener Sportvereins gegen das Team 2 eben dieses Vereins. Dritter wurde das Team Bröthen II und Vierter das Team ESV I. Das einzige Team, das die Sieger in der Vorrunde bezwang, war die Edeka-Mannschaft, die im Endergebnis auf Platz 5 landete.

Hubertus Doering moderierte die Siegerehrung, Rainer Parau überreichte die vier Pokale. Dieser Tag könnte der Beginn einer Tradition sein. Das wünschen sich alle Teilnehmer und Gäste.



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