27-07-10
Sommerkonzert in Siebeneichen
Siebeneichen (br) –Musik als Mittel der Verständigung im gesellschaftlichen Leben: Das ist das Lebensziel von Musikpädagogin Marta Ozolina aus Lettland. In der St. Johannis-Kirche zu Siebeneichen verdeutlichte sie dieses Motto in anschaulicher Weise. Sie gab im Rahmen eines von der Gemeinde und Kirchengemeinde Siebeneichen initiierten sommerlichen Abendkonzertes einen Musikgenuss ganz besonderer Art. Es bestand aus einem abwechslungsreichen Programm, in welchem sich ein bunter musikalischer Strauß aus Klassik und Evergreens mit Werken von Pachelbel, Bach, Rimsky-Korssakoff, Claude Debussy, Paul Desmond und Andrew Lloyd Webber sowie lettischen, englischen und irischen Volksweisen entfaltete. Das besondere daran war, dass die Pianistin, Organistin und Lehrerin der Musikschule Kuldiga das Konzert mit einem Familienensemble bestritt. Ihre musizierenden Kinder Eliza (Gitarre), Katrina (Violine und Gesang), Peteris (Violoncello) und Mattis (Saxophon und Querflöte) sowie ihre Schwester Anita Cirske (Querflöte) gehörten ebenso dazu wie ihr Ehemann Egils, der die gesamte Organisation ausführt und den Familienbus fährt. Seit zehn Jahren tourt die musizierende Familie mittlerweile durch Europa.
Begonnen hatte alles auf einer Einladung der Kuldiga-Partnerstadt Geesthacht. Dort trat das Ensemble zum ersten Mal in der Friedenskirche auf und hatte soviel Erfolg, dass sie seither dort regelmäßig jeden Sommer ein Gastspiel geben. Nach und nach kamen immer mehr Städte und Gemeinden hinzu und die Touren dehnten sich auch auf andere europäische Länder aus. In diesem Jahr stehen Holland, Dänemark, Schweden und Norwegen auf dem Programm. Und natürlich der obligatorische Auftritt in Geesthacht, von dem aus ein Zwischenstopp in Siebeneichen eingelegt wurde. Hier präsentierten die Musiker und Musikerinnen neben festlicher auch klassisch-populäre Musik, darunter »Vincent (Starry starry night)« von Don Mclean und das Requiem von Andrew Lloyd Webber »Pie Jesu«. Besonders herausragend waren zudem die beiden Söhne Mattis und Peteris, die jeweils mit Saxophon- und Cellosoli begeisterten und das Publikum zu anhaltendem Applaudieren veranlassten.