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05-01-10

Traditionelles Antauchen der DLRG Büchen

Bei jedem Wetter einsatzbereit


Der 19-jährige Janko Lucks ist der jüngste Einsatztaucher des DLRG Büchen. Foto: Peter Heinrich

Büchen (peh) – Viele Schaulustige hatten sich am Lösch- und Ladeplatz in Büchen eingefunden, als sich die DLRG Büchen beim traditionellen Antauchen präsentierte. Neben dem ehemaligen Vorsitzenden Dieter Jacobs, einigen Gemeindevertretern sowie Bürgervorsteher Hubertus Doering, durfte der Vereinsvorsitzende Dr. Hans Joachim Kupper dabei auch den Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann willkommen heißen.

»Wir wollen zu Jahresbeginn wieder ein Zeichen setzen, damit unser Verein noch stärker wahrgenommen wird. Um unseren vielfältigen Aufgaben in der Wasserrettung auch künftig gerecht werden zu können, benötigen wir Nachwuchs. Wir wollen die DLRG Büchen deshalb vor allem auch für Jugendliche noch interessanter machen«, erläuterte Dr. Hans Joachim Kupper, nachdem der fast 200 Mitglieder starke Verein mit der Gründung der Jugend-Einsatz-Teams (JET) die Basis hierfür geschaffen hat. Mit Janko Lucks ist bereits ein »junger Wilder« in die 25-köpfige Einsatzgruppe aufgestiegen, die im vergangenen Jahr neben vielen anspruchsvollen technischen Hilfeleistungen leider auch zwei Tote bergen musste.

In den meisten Fällen kommt die Hilfe der DLRGer allerdings nicht zu spät, sodass sich die Wasserretter das ganze Jahr mit realistischen Übungen, auch zusammen mit der Feuerwehr, einsatzbereit halten.

Wie das traditionelle Antauchen im neuen Jahr bewies, sind dabei schwierigste Bedingungen keine Seltenheit. »Das Betreten der Eisschicht ist bei einer Dicke von drei bis fünf Zentimetern lebensgefährlich«, erklärte Einsatzleiter Hubert Heitmann, bevor Volkmar Kutz, Sven Steinicke und der bereits erwähnte Janko Lucks bei kaltem Winterwetter in sogenannten Trockentauchanzügen in den Elbe-Lübeck-Kanal stiegen, um eine Bergung zu simulieren. Gesichert durch den Leinenführer wurde dabei auch Funkkontakt zu Hubert Heitmann, dem Technischen Leiter des DLRG Büchen, gehalten. Darüber hinaus standen, wie im Ernstfall, jeweils ein Sicherungstaucher sowie der topausgerüstete Fuhrpark bereit, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein.

»Wir wissen nie vorher, was uns konkret erwartet. Nach der Alarmierung treffen wir uns zunächst in der Zentrale, um dann die wichtigen Entscheidungen zu treffen und zum Beispiel in Sekundenschnelle einen Tauchtrupp zu entsenden.

Im Sommer kommen oft zuerst die Rettungsschwimmer zum Einsatz, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten«, erläuterte Dr. Hans Joachim Kupper während der Übung und berichtete zudem, dass der Verein im vergangenen Jahr unter der Federführung der Jugendvorsitzenden Claudia Jentzsch fünf goldene und 45 silberne Rettungsschwimmerabzeichen verliehen habe. »Mir macht das großen Spaß, da es beim DLRG technisch anspruchsvoll und sportlich zugeht. Darüber hinaus ist es eine gute Sache, dass wir uns immer einsatzbereit halten, um im Notfall, zumeist unter der Führung der Feuerwehr, Hilfe leisten zu können«, äußerte sich Dr. Hans Joachim Kupper abschließend zufrieden mit einer gelungenen Neujahrsübung der DLRG Büchen.



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